Über mich

Hallo,
ich bin Uscha.
Ich freue mich, dass Du hier bist!
Vielleicht fragst Du Dich, wie ich dazu komme, hier einen Blog über das Thema Trauma zu schreiben?

Nun, in erster Linie, weil ich betroffen bin.
Ich leider unter einem Entwicklungstrauma.
STOPP. Eigentlich habe ich selbst nie darunter gelitten. Aber alle Menschen um mich herum.
„Denn sie wusste nicht, was sie tut“. Dieser Satz passt schon sehr gut zu mir.

Ich fand mich schon immer „anders“. Ein wenig wie ein Alien, der durch diese Welt geht und immer in einer Glasglocke ist. Ziemlich oft einfach unberührt und mit einem ziemlich schlechten Gedächtnis ausgestattet – so dass ich zu Schulzeiten immer dachte ich wäre ein wenig dumm. Die Probleme mich über längere Zeiträume zu konzentrieren begleiteten mich mein ganzes Leben. Später stand irgendwann die Diagnose ADHS im Raum – ich sollte zum Psychiater gehen und mir Medikamente holen.
Gott sei Dank habe ich das NICHT gemacht!
Erst viele Jahre später, durch Therapie aber auch viel Studium wurden die Zusammenhänge klar.

Mein Weg war nicht geradlinig und stringent, sondern kurvenreich, voller Höhen und Tiefen. Intuitiv bin ich die richtigen Wege gegangen und hatte das große Glück mich über meine Intuitiion beruflich so zu positionieren, dass es mir erstmal psychisch und auch wirtschaftlich ziemlich gut ging. Ich hatte erfolgreich ein beinahe perfektes Leben um mein Trauma herum aufgebaut – so dass ich es nicht „antasten“ musste.

Dann irgendwann kam eine neue Liebe in mein Leben. Und bei einem unserer erbitterten Streits stellte er die Frage, die alles für mich veränderte „Fühlst du überhaupt irgend etwas?“. Er stellte die Frage nicht, sondern schleuderte sie förmlich heraus. Meine Antwort war sehr kurz: NEIN.
Das war der Wendepunkt.
Noch nicht einmal für mich. Aber ich erkannte, was Menschen um mich herum aushalten mussten. Und ich wollte diese Liebe die gerade in mein Leben gekommen war, nicht verlieren.
Ich suchte mir eine Therapeutin bei der ich 2,5 Jahre trotz erheblicher Zweifel blieb. Ich gewann viele Erkenntnisse, aber mindestens genauso viele Fragen blieben offen, bzw neue wurden aufgeworfen. Ich wurde Opfer von teilweise zusammenhangslosen Verdachtsdiagnosen, von denen ich heute denke „das hängt doch alles zusammen, warum hast sie (die Therapeutin) das nicht erkannt? Oder wenn sie es erkannt hat, warum hat sie es nicht einfach mal formuliert?

Wie viele Traumatisierte wurde ich nach und nach (und je schlechter die Therapie lief und je mehr Fragen offen blieben) zur Spezialistin meines eigenen Traumas.
Seitdem hatte ich viele aha-Momente.

Zur Zeit mache ich eine Fortbildung in Kurzzeit-Psychotherapie sowie eine weitere in Traumatherapie.

Meine Erfahrungen, Gedanken und mein Wissen möchte ich hier gerne mit Euch teilen. Denn ich denke, nicht jeder muss diesen mühsamen Weg alleine gehen, so wie ich es getan habe.

Das bin ich in Kurzform und Fakten

• Studium Humanmedizin (ohne Abschluß)
• Ausbildung Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht
• seit 2006 Yogalehrerin www.monkiyoga.de
• seit 2018 Studium der Psychologie
• Ausbildung Systemische Paar- und Sexualtherapie
• seit 2019 Angebot von Healing Yoga in meinem Studio (Yoga speziell für Menschen mit Trauma, Burn Out und PTBS)
• Fortbildungen in Traumaarbeit, Focusing und Gewaltfreier Kommunikation
• derzeit Fortbildung Traumatherapie bei Dami Charf